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Die Fachschaft Latein

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Unterrichtende Kollegen

Unterrichtende Kolleginnen und Kollegen:   - Frau Bothe
- Frau Bovelet
- Herr Bylebyl
- Herr Rüsche  

Lerninhalte

Fahrt nach Trier 2007

Die älteste Stadt Deutschlands war jetzt das Ziel einer Studienfahrt der beiden Lateinkurse der Jahrgangsstufe 11 des Städtischen Gymnasiums Olpe. Zusammen mit ihrer Lehrerin, Frau Bothe, und ihrem Lehrer, Herrn Rüsche, verbrachten 35 Schülerinnen und Schüler drei Tage in Trier, das als „Augusta Treverorum“ um 16 v. Chr. von den Römern unter Kaiser Augustus in der Nähe eines Stammesheiligtums der keltischen Treverer gegründet worden ist.
Gegen Ende des 3. Jhs. machte Kaiser Diokletian die jetzt Treveri genannte Stadt zur römischen Kaiserresidenz und Hauptstadt des weströmischen Teilreiches. Etwa um dieselbe Zeit entwickelte sich hier ein Zentrum des frühen Christentums. Im 5. Jh. von den Franken erobert, wurde Trier bei der karolingischen Reichsteilung von 870 dem ostfränkisch-deutschen Reich zugeteilt. Im 14. Jh. wurden die Trierer Erzbischöfe Kurfürsten und machten Trier zur Hauptstadt ihres Territoriums. 1815 ging die Stadt nach kurzer Zeit in französischem Besitz an Preußen über und kam nach dem Zweiten Weltkrieg zum Bundesland Rheinland-Pfalz.
Heute ist Trier mit rd. 100.000 Einwohnern Bischofssitz, Kultur-, Verkehrs- und Wirtschaftsmittelpunkt des Landes, Universitäts- und Hafenstadt, Weinbau- und Weinhandelszentrum, Tourismus- und Tagungsstadt.
Trier ist wie keine andere deutsche Stadt von der römischen Kultur geprägt; die meisten Bauten sind heute Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Das jetzige Wahrzeichen der Stadt, die „Porta Nigra“, war das Nordtor der römischen Stadt aus dem 2. Jh., das vom 11. bis zum 18. Jh. als Doppelkirche „St. Simeon“ , benannt nach einem Einsiedler, der sich im 11. Jh. frewillig hier hatte einschließen lassen, diente. Die Römische Palastaula vom Anfang des 4. Jhs., auch Konstantin-Basilika genannt, war der Thronsaal dieses Kaisers, später eine Burg der Trierer Kurfürsten und ist heute eine evangelische Kirche. Von den Kaiserthermen, einem römischen Bäderpalast ebenfalls aus dem 4. Jh., sind noch Überreste zu besichtigen. Und schließlich erinnert das Amphitheater, errichtet um 100 n. Chr., eine römische Arena für Gladiatorenkämpfe mit einer Kapazität von 20.000 Zuschauern, an die einstige Macht und Größe der Römer.
Im Mittelpunkt der Fahrt stand jedoch die Ausstellung zur Kulturhauptstadt 2007 über Kaiser Konstantin den Großen, die gleichzeitig im Rheinischen Landesmuseum Trier, im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum und im Stadtmuseum Simeonstift stattfand. Konstantin d. Gr. hat seine Spuren bis heute an vielen Stellen hinterlassen. Die Ostkirche verehrt ihn als Heiligen; zahlreichen Herrschern, darunter Karl dem Großen, diente er als Vorbild weltlicher Macht. Der Aufstieg des Kirchenstaates ist ebenfalls eng mit seinem Namen verbunden, da die Päpste ihre Macht auf die so genannte Konstantinische Schenkung zurückführten. Die überaus gut besuchten Ausstellungen in Trier zeigten die zahl- und umfangreichen Fassetten der Wirkungsgeschichte Konstantins von der Antike über das Mittelalter bis zur Neuzeit sehr eindrucksvoll.
Die Schülerinnen und Schüler des SGO können die neu gewonnenen Erkenntnisse über das Römische Reich und das Kaisertum der Römer im Lateinunterricht gezielt anwenden.

G. Rüsche

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