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Sozialwissenschaften

Fachvorsitz: Frau Becker

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Exkursion zur Bundesbank

Grund- und Leistungskurse Sozialwissenschaften des SGO zu Gast bei der Bundesbank
Am vergangenen Mittwoch machten sich 47 Schülerinnen und Schüler des Doppeljahrgangs 11 und 12 des Städtischen Gymnasiums Olpe auf den Weg an den Rhein. In der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank in Düsseldorf waren die Jugendlichen zu einer geldpolitischen Fortbildung zum Thema „Grundzüge der Geldpolitik im Euroraum“ geladen. Ralf Zimmermann, Diplom-Betriebswirt und Mitglied im Stab des Präsidenten, referierte über die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank und gab im diesem Zusammenhang interessante Einblicke in die komplexen Zusammenhänge des Eurosystems im Kontext globaler Wirtschafts- und Finanzpolitik. Der Experte analysierte vor diesem Hintergrund zunächst allgemeine wirtschaftliche und monetäre Trends sowie die Entwicklung konkreter geldpolitisch relevanter Indikatoren, darunter auch das Geldmengenwachstum, Preis- und Kostenindizes, Wechselkurse sowie die Kreditvergabe an private Wirtschaftsakteure und stellte auf dieser Grundlage sodann mögliche Instrumente und Maßnahmen der EZB vor. Dabei beinhaltete Zimmermanns fachmännische Expertise durchaus (selbst-)kritische Überlegungen im Hinblick auf die geldpolitische Vorgehensweise innerhalb Europas. Gerade nach den turbulenten Jahren der Wirtschafts- und Finanzkrise konnten die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise Einblicke in eine gleichermaßen interessante und hochaktuelle Thematik erhalten und wurden zudem mit Informations- und Datenmaterial aus allererster Hand versorgt. Aufgrund der Implementation der Wirtschafts- und Geldpolitik im sozialwissenschaftlichen Curriculum der Sekundarstufe II werfen die derzeitigen Vorgänge auch im Unterricht viele grundlegende Fragen auf. Die Sowi-Kursteilnehmer sind nach dem vergangenen Mittwoch jedenfalls umso besser aufgestellt, diese nicht nur im Hinblick auf das im kommenden Jahr anstehende Zentralabitur zu beantworten.

Bericht aus Bonn

Verteidigungs- und Entwicklungspolitik hautnah erleben
Schülerinnen und Schüler des Städtischen Gymnasiums Olpe informieren sich in der ehemaligen Bundeshauptstadt zu sicherheitspolitischen Themen
Auf den Weg nach Bonn machten sich am vergangenen Dienstag 29 Schülerinnen und Schüler der Sowi-Kurse des Städtischen Gymnasiums Olpe, um sich dort ein Bild vom aktuellen Stand deutscher Verteidigungs- und Entwicklungspolitik zu machen. Ihre Exkursion führte die Jugendlichen am Vormittag zunächst in das Bundesministerium der Verteidigung, wo sie von Kapitänleutnant Tobias Langhals empfangen wurden und Informationen gleichsam aus erster Hand über Struktur und Aufgaben des Ministeriums, den Auftrag der Bundeswehr sowie die derzeitige Lage bei Auslandseinsätzen erhielten. So konnte der Jugendoffizier, der selbst erst vor kurzer Zeit aus dem Auslandseinsatz am Horn von Afrika zurückgekehrt ist, auf sehr persönliche Weise von seinen Eindrücken und Erlebnissen an Bord deutscher Marineschiffe berichten und den Schülerinnen und Schülern auf diese Weise die Gefahren während des Piraterieeinsatzes vor der somalischen Küste verdeutlichen. Um die Interdependenzen zwischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik aufzuzeigen, ging es nach dem Mittagessen im BMVg für die Exkursionsteilnehmer dann von der Hardthöhe hinunter zum Rhein, wo sich ein Besuch des im Gebäude des ehemaligen Kanzleramtes untergebrachten Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung anschloss. Im dortigen Sitzungssaal wurden die Jugendlichen von den Referenten über Strategien deutscher und internationaler Entwicklungspolitik informiert. Im Vordergrund standen dabei die acht Millenniumsziele, deren Erreichen sich die internationale Staatengemeinschaft bis zum Jahr 2015 auf die Fahnen geschrieben hat. Neben den Bereichen Bildung, Gesundheit und der Allokation globaler Güter kommt dabei vor allem der Halbierung extremer Armut besondere Bedeutung zu. So zeigte sich, dass trotz erkennbarer Erfolge wie der Reduzierung des weltweiten Anteils der in extremer Armut lebenden Bevölkerung von 42 Prozent im Jahr 1990 auf noch 27 Prozent im Jahr 2005 auch weiterhin große Herausforderungen auf die Entwicklungshelfer zukommen. In dieser Hinsicht erhielten die Jugendlichen im Anschluss an die Vorträge der Referenten die Möglichkeit zu kritischen Nachfragen zu Aspekten des Klimawandels, der Ernährungssicherheit, aber auch zu den Möglichkeiten, im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes nach dem Abitur selbst als Entwicklungshelfer aktiv zu werden. Nach den anspruchsvollen Themen des Tages konnten die Exkursionsteilnehmer während der Rückfahrt noch einen Blick auf die Rheinauen und das Siebengebirge werfen, bevor der Bundeswehrbus wieder den Weg in das heimische Sauerland einschlug.