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Die Generationenschule

... stellt sich vor


SuS - Schüler unterrichten Senioren!

Die IDEE ist so einfach wie genial, Gymnasiasten werden zu Lehrern und sie geben ihr Wissen und Know-how an Senioren weiter, die einen Nachmittag lang in die Schüler-Rolle schlüpfen. Beide Seiten profitieren von ihrer Zusammenarbeit gleichermaßen, weil Senioren aktiv am Alltagsleben beteiligt sind und Jugendliche wichtige Erfahrungen sammeln können.

Jeden Freitag, allerdings im Semesterrhythmus, bieten die jungen Lehrerinnen und Lehrer – im Alter zwischen 15 und 19 Jahren - ihre Kurse an.

Dabei stehen Englisch und Französisch ebenso auf dem Stundenplan wie Schulungen im Umgang mit Computern und Handys, wie geistiges und körperliches Training. Bei aller Wissensvermittlung steht dennoch eindeutig die Begegnung zwischen Jung und Alt im Vordergrund.

Für die Jugendlichen ist die ehrenamtliche Arbeit als Seniorenlehrer eine Bereicherung. Nicht nur, dass sie den gelernten Stoff noch einmal für den eigenen Unterricht wiederholen, hier lernen sie, selbständig zu arbeiten und ihr Wissen – strukturiert aufbereitet – zu vermitteln. Die älteren Menschen haben Freude, wenn sie die Möglichkeit nutzen können, etwas hinzu zulernen, einen Teil ihrer reichlich bemessenen Freizeit mit anderen Gleichgesinnten zu verbringen. Sie lassen sich gerne belehren, insbesondere dann, wenn sie keine Sorge haben müssen, etwas falsch zu machen. Sie arbeiten in Gemeinschaft, können über ihre Fortschritte diskutieren und halten engen Kontakt zur Jugend.

Vom Dialog zwischen den Generationen profitieren beide Seiten gleichermaßen:

Der junge Mensch kann zeigen, welche Kenntnisse er bereits hat, er erwirbt Kompetenzen im sozial-integrativen Bereich, eine wichtige Fähigkeit, eigenverantwortlich arbeiten zu können.

Der ältere Mensch beschäftigt sich sinnvoll, zeigt, wie wichtig lebenslanges Lernen ist und kann seine Erfahrungen mit in den Unterricht einbringen.

Die Generationenschule soll Jugendlichen wie Senioren die Möglichkeit geben, sich zu begegnen, voneinander zu lernen, sich gemeinsam Themen zu widmen, gemeinsam zu erleben und somit die Verbindung der Generationen neu herzustellen.

Ziele und Zielgruppen


Ziele des Projektes:

- Begegnung von Jung und Alt
- Voneinander lernen
- Miteinander lernen
- Generationen ins Gespräch bringen

Zielgruppen:

- interessierte Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13, die sich in einem Themenbereich besonders gut auskennen, Freude empfinden, ihre Kenntnisse/Fertigkeiten anderen zu vermitteln, die gern/gut mit älteren Menschen kommunizieren, freitags nachmittags zwei bis drei Stunden Zeit erübrigen können, Interesse haben ihr soziales Engagement und ihre Kompetenzen zu dokumentieren

- aktive, interessierte Senioren, die sich neue Kenntnisse aneignen oder ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen an Jugendliche weitergeben möchten und der jungen Generation gegenüber aufgeschlossen sind

- Lehrer, die dieses Projekt interessiert und gerne unterstützen möchten

Bisherige Erfahrungen


Daten über die vorherigen Semester

Das Projekt „Schüler unterrichten Senioren“ begann am 20.10.2006 mit einer Einführungsveranstaltung zum ersten Semester. Ein Semester umfasste jeweils 10-14 Freitage an denen in zwei Blöcken unterrichtet wurde. Der Unterricht wurde völlig selbstständig von den Schülerlehrern gestaltet, Hausmeister und Betreuungslehrer standen nur für Fragen und Materialien zur Verfügung. 41 Schülerlehrer haben bisher den Unterricht des Projekts übernommen und über 70 Senioren haben bisher an dem Projekt teilgenommen. Das zweite Semester wurde durch 11 einstündige Kurse und einen doppelstündigen Kurs mit 1 – 15 Seniorenschülern und 1-4 Schülerlehrern gestaltet.

Kommentare der Schülerinnen und Schüler über das Projekt

„Der Kontakt mit der Altersgruppe unserer Eltern und Großeltern auf einer völlig anderen Ebene ist sehr Interessant.“
Mir gefällt besonders „der Spaß, den man beim Projekt hat und auch die Erfolge, die man bei den Senioren sieht.“
„Mit dem Projekt kann man seine eigenen Fähigkeiten weitergeben neue Menschen kennen lernen und in den Unterrichtsstunden viel Spaß haben.“

Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler bedeutet

- Motivation zur Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein
- Steigerung der Kompetenz zum personengerechten Umgang und des adressatengerechten Präsentierens
- Ausbau des Selbstvertrauens unter dem Aspekt der Gesprächsführung und der Präsentation vor Gruppen
- Ausbau der Kenntnisse über das selbst unterrichtete Fach

Aktuelles

Die Generationenschule geht im Schuljahr 2008/2009 in das 5. Semester. Sobald weitere Informationen vorliegen, werden sie hier selbstverständlich veröffentlicht.

Ansprechpartner: Herr Steinhoff

Unser Beratungskonzept Schüleraustausch