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Bonga High School

Die Bongaschule in Südafrika - 2008

„Bildung ist die stärkste Waffe, die Welt zu verändern".
Nelson Mandela, erster schwarzer Präsident Südafrikas

Für Ihre großzügige Spende zugunsten unseres Projektes „ Bonga High School " in Südafrika möchten wir uns sehr herzlich bedanken.

Wie Sie wissen, werden die uns anvertrauten Gelder für den Aufbau eines Gymnasiums und einer Grundschule in einer einsamen Region im Zululand verwandt. Unter der Aufsicht der Missionsschwestern Dity und Marlene, die wir seit 1973 kennen und denen wir die Spendengelder zuleiten, konnten wir dank Ihrer Spenden seit 1999 ein Schulzentrum für über 1000 Schüler bauen: eine Vorschule, eine Grundschule und ein Gymnasium. Die Bongaschule liegt in einer Region Südafrikas, in der immer noch ein Mangel an sauberem Wasser herrscht und Kriminalität und die katastrophalen Auswirkungen der Aidsepidemie den Menschen das Leben schwer machen. Aids ist die häufigste Todesursache in dieser Region, etwa 30% der Bevölkerung ist infiziert. Vor allem die jungen und produktiven Menschen sind betroffen.

Bei unserem letzten Besuch am 14.11.2008 sahen wir, wie unsere Schule gewachsen ist:
25 Klassenräume, ein Computerraum, eine Bücherei, zwei Verwaltungsgebäude mit Lehrerzimmern, zwei Toilettenanlagen und zwei Wasserhähne für 1155 Schüler. In diesem Jahr wurden mit Ihren Spenden und dem Erlös eines Rockkonzerts in der Olper Stadthalle drei neue Gebäude errichtet: ein Raum für die Vorschulkinder zwischen vier und sechs Jahren, eine Bücherei und das größte Klassenzimmer, in dem gerade die Abiturarbeit in Mathematik geschrieben wurde. In diesem Jahr stellen sich 84 Schüler dem südafrikanischen Zentralabitur, davon die Mehrzahl Mädchen.
Wir wurden mit einem Schulfest begrüßt. Die Schüler der Vorschule und der Grundschule wurden verabschiedet und ausgezeichnet. Alle Schüler waren mit schwarzen Umhängen und einem „Doktorhut" bekleidet. Reden, afrikanische Musik und traditionelle Tänze begleiteten die Zeremonie, für die ein großes Zelt errichtet wurde. Natürlich mussten wir mittanzen. In den Reden wurde die tiefe Dankbarkeit für die Hilfe aus Deutschland ausgedrückt. Wir antworteten: Wir freuen uns über die Fortschritte in der Schule (von der die Menschen aus der Region sagen, dass hier ein „Wunder" geschehen ist) und werden unseren Freunden und Spendern berichten, was wir gesehen haben. Dass es in Deutschland Menschen gibt, die sich für ihr Schicksal interessieren, war für
viele der anwesenden Eltern nur schwer verständlich. Ngodini, diese abgelegene Region des Zululandes, ist sehr arm, viele Eltern sind Analphabeten. Wo Deutschland liegt, wissen sie nicht. Jetzt wächst die erste Generation von Kindern heran, die zur Schule gehen können.
In einem von Schülereltern errichteten Küchenraum wurde auf einem Holzfeuer ein großer Topf mit Maisbrei gekocht; so bekommen die Kleinen jeden Tag eine warme Mahlzeit in der Schule.
Der Schulweg ist weit und nur zu Fuß möglich, bis zu 15 km in einer Richtung. Schulbusse gibt es nicht. Viele Schüler müssen vor Sonnenaufgang los laufen, oft mit leerem Magen, um die Schule rechtzeitig zu erreichen. Der Unterricht beginnt um 7:30 und endet um 14:30. Vor dem Abitur wird Sonderunterricht am Nachmittag und an Wochenenden gegeben, um die Schüler besser für das Zentralabitur vorzubereiten. Die Abiturklausuren sind überall dieselben, ob in Johannesburg, Kapstadt oder in unserer Landschule.
Mr. Xaba und Mr. Mthethwa, die Direktoren der Bonga High School und der Grundschule, führen die Schwestern und uns herum. Die Klassenräume sind in ordentlichem Zustand. Im Computerraum, den wir vor 3 Jahren eingerichtet haben, stehen 37 funktionierende PC's. Wir brauchen noch eine Klasse, sagen sie, dann ist die Schule fertig. Eine Toilette muß drainiert werden, Regenfälle und Schlamm haben sie überschwemmt.

Mit den Schwestern Dity und Marlene überlegen wir, wie wir in Zukunft der Schule helfen können. Da meisten Kinder nach dem Abitur keine Chance für eine berufliche Weiterbildung oder Universität haben, planen wir, einzelnen guten Schülern Stipendien zu geben. Diese sollen von den Schwestern und Mr.Xaba ausgesucht werden. Nach abgeschlossener Ausbildung oder Universität sollen die Stipendien (teilweise?) zurückgezahlt werden, um nachfolgenden Schülern der Bongaschule zu helfen. Mit den ausgewählten Schülern soll ein Vertrag abgeschlossen werden. Anfang 2009 planen wir die ersten Stipendien zu vergeben.

Wir werden mit Hilfe der beiden Missionsschwestern, die über sämtliche Ausgaben wachen, die Schulen im Zululand weiter unterstützen.

Für die jungen Menschen dieser Region sind die Bonga High School und die Grundschule eine große Hoffnung, dem Teufelskreis von Armut, Krankheit und fehlenden Bildungschancen zu entkommen. Und das alles durch Ihre Hilfe, für die wir Ihnen von Herzen danken.

Dr. Gerd Reichenbach, Olpe
Prof. Reinhard Andreesen, Regensburg
Olpe und Regensburg, im Dezember 2008

Initiative Lesotho e.V.: SPK Olpe BLZ 46250049 KTO 51375
Stichwort "Bongaschule". Unser Verwaltungsaufwand liegt unter 0,5%.

Studium und Beruf Begabtenförderung