Unterstufe
Der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium
Gerade in der Erprobungsstufe, also in der Phase des Übergangs von der Grundschule zum Gymnasium, sehen wir es als unsere Verpflichtung an, für die Schüler eine Basis zu schaffen, auf der sie ihre Leistungen in den folgenden Jahren aufbauen können. Dabei geht es nicht nur um den Bereich der Wissensvermittlung, sondern auch um soziale und kreative Fähigkeiten sowie das Bewusstsein für die Umwelt im weiteren Sinne, insbesondere durch das Gestalten des persönlichen Lernumfeldes der Schüler. Wir wollen ein größtmögliches Maß an Vielfalt (z.B. bilingualer Zweig, musischer Zweig, Sportangebote), um jeden mit seinen individuellen Möglichkeiten, Fähigkeiten und Vorlieben anzusprechen. Jedem Kind soll ein möglichst sanfter Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium ermöglicht werden, um einen Bruch im Bildungsgang zu vermeiden. Daher findet in der Erprobungsstufe eine sehr enge Kooperation mit den Grundschulen mit regelmäßigen Treffen der Grundschullehrer mit den Fachlehrern der Klassen 5 und 6 statt. Wir beteiligen unsere abgebenden Grundschullehrer/innen am Lernfortschritt ihrer ehemaligen Schüler/innen. Für jede Grundschule ist ein Kollege des Gymnasiums direkter Ansprechpartner.
Erprobungsstufenkoordinatorin
Unsere Aktivitäten
Der Wechsel einer Schule bedeutet für die meisten Kinder neben dem Gefühl, nun "endlich" erwachsener zu sein und nicht mehr die Grundschule besuchen zu müssen, auch eine erhebliche Verunsicherung. Bisherige Bezugspersonen sowohl aus dem Bereich der Lehrerschaft - die Klassenlehrer der Grundschule sind meist die wichtigste Bezugs- und Vertrauenspersonen - als auch der Schülerschaft gehen verloren. Die bisherige Lerngruppe, die über vier Jahre meist ohne größere Veränderungen viele Schritte gemeinsam gegangen ist, wird aufgelöst bzw. neu zusammengesetzt. Der Wechsel zu einer weiterführenden Schule bedeutet aber auch eine Erhöhung der bisherigen zeitlichen Belastung: Der morgendliche Schulweg wird im Einzugsgebiet des Städtischen Gymnasiums Olpe für viele Schüler nun mit einer Busfahrt beginnen, damit verbunden ist das deutlich frühere Aufstehen der Kinder, z.B. aus den weiter entfernten Bereichen (besonders eklatant in den Dörfern und Gemeinden an den Kreisgrenzen). Für die Schule stellt sich damit die Aufgabe, den Übergang möglichst so zu gestalten, dass die Vorfreude auf die neue Schule geweckt und die Ängste und Sorgen minimiert werden. Diesem Ziel dient der "Sextanernachmittag", bei dem die neu aufgenommenen Fünftklässler bereits vor Beginn des neuen Schuljahres wichtige Informationen erhalten und in erste Interaktionen mit ihren neuen Klassenkameradinnen und -kameraden treten.
Im Bereich der Kreativität ist der Wettbewerb um den schönsten Klassenraum angesiedelt, der jedes Jahr stattfindet und in dem Schüler der Klassen 5 und 6 ihren Klassenraum gemäß eines von ihnen gewählten Themas (z.B. Unterwasserwelt, Dschungel, Indianer etc.) selbst gestalten.
Der "Ich-kann-was-Abend" bietet den Kindern die Gelegenheit, Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis zu stellen, die im normalen Unterrichtsalltag nicht oder nur kaum zum Tragen kommen.
Er will Kindern Können und Leistungen schulischer und nicht-schulischer Art bewusst machen, er schafft wichtige Gelegenheiten zur Anerkennung und Bestätigung, bietet Chancen, Hemmnisse und Hemmungen abzubauen. Er stützt und steigert so nachhaltig das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl der Kinder und ist damit ein wichtiges Instrument, Kinder wirklich stark zu machen.
Unser "Ich-kann-was-Abend" hat inzwischen viele Spuren hinterlassen: Er gehört zu den Großereignissen im Jahreslauf. Etliche Arbeitsgemeinschaften sind aus ihm hervorgegangen oder arbeiten auf ihn zu (z.B. Jonglier - AG, Akrobatik - AG).
Das Verantwortungsbewusstsein der Schüler ihrer unmittelbaren Umgebung gegenüber wird durch weitere Aktionen gestärkt, wie z.B. die Blumenzwiebelpflanzaktion (Schüler pflanzen jeden Herbst auf dem Schulgelände Blumenzwiebeln, im Frühling blüht es dann jedes Jahr immer bunter, was die Atmosphäre positiv beeinflusst.), die Aktion Klassenbaum (Jede Klasse 5 und jeder Abiturjahrgang pflanzt einen Baum im Schulwald.). Alle diese Aktionen werden von den Eltern begleitet. Der Schulwald ist mit seinem Lehrpfad allen Bürgern zugänglich und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Forstamt und dem Liegenschaftsamt der Stadt Olpe.
Eine Klassenfahrt in der Jahrgangsstufe 5 stärkt und vertieft die Klassengemeinschaft.
Regelmäßige Lesenächte sollen Kinder, denen dieser Zugang bisher fehlte, an den Umgang mit Büchern heranführen. In der Jahrgangsstufe 6 findet jedes Schuljahr in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde eine einführende Veranstaltung zum Thema Mobbing/Gewaltprävention/Gefahren des Internets statt.